Ski-Weekend am Flumserberg
Nach unserer Ankunft begann das eigentliche Abenteuer: Unser Hotel lag mitten im Skigebiet und war nur über drei Skilifte erreichbar. Dort deponierten wir unser Gepäck und stärkten uns mit einer kleinen Mahlzeit, bevor es direkt auf die Skier ging. Der Schnee war am ersten Tag nicht ideal. Er war wenig griffig und wurde durch die warmen Temperaturen immer sulziger. Dennoch genossen alle das schöne Wetter beim Skifahren. Zum Mittagessen kehrten wir ins Panüölrestaurant ein, wo wir uns für den Nachmittag stärkten. Es wurden Steaks von einem Koch bestellt, der immer nur eines auf einmal machte. Es wurde über seine Kochstrategie gerätselt und vermutet, dass er bald an einem Burnout erkranken würde. Für eine kleine Erfrischung sorgten unter anderem auch einige kühle Biere von Schützengarten. Schüga sollte nach diesem Zeitpunkt noch eine grosse Rolle in diesem Weekend einnehmen. Den Spruch «Schüga du Wichser» oder «Schüga du Hode» war bis spät abends noch überall zu hören. Nach dem Essen im Panüölrestaurant trennten sich die Wege. Während einige weiterhin die Pisten unsicher machten, zog es andere in die Beiz, um das Ski-Weekend auch kulinarisch zu geniessen.
Um 15:30 Uhr versammelten wir uns erneut in der Beiz, bevor wir ein gemeinsames Gruppenfoto zu machen versuchten. Das Unterfangen erwies sich als herausfordernder als gedacht, doch nach mehreren Anläufen gelang es uns schliesslich. Da es bereits 16:00 Uhr war, begaben wir uns zurück zum Hotel. Doch zuvor nutzten einige von uns noch die letzte Gelegenheit, mit dem hoteleigenen Lift ein paar Abfahrten zu geniessen – alleine oder zu zweit, begleitet von viel Gelächter.
Beim Abendessen wurden wir mit einem köstlichen Vier-Gänge-Menü verwöhnt: eine Suppe als Vorspeise, gefolgt von einem frischen Salat, während der Hauptgang aus Spätzli mit Geschnetzeltem bestand. Das Dessert rundete das Mahl perfekt ab. Danach wurde der Abend mit verschiedenen Spielen verbracht. Während einige sich dem mehr oder weniger taktischen Kartenspiel Brandi Dog widmeten, bevorzugten andere eine
gesellige Runde Jassen. Die ausgelassene Stimmung begleitete uns bis in die Nacht, bevor wir erschöpft in unsere Zimmer gingen.
Der Sonntag begann mit einem ausgiebigen Frühstück um 8:00 Uhr. Leider stellte sich heraus, dass die Kaffeemaschine defekt war, was für Theo eine grosse Enttäuschung darstellte – insbesondere, da keine warme Milch für die geliebte Ovi verfügbar war. Dennoch liessen wir uns die Laune nicht verderben und starteten voller Elan in den zweiten Skitag. Die Bedingungen waren morgens perfekt: Der Schnee war deutlich griffiger als am Vortag, und die Sonne strahlte über die Pisten. Gemeinsam genossen wir die Abfahrten und trafen uns um 13:30 Uhr zum Mittagessen.
Doch am Nachmittag verschlechterte sich das Wetter drastisch. Es wurde zunehmend nebliger und somit wurde die Sicht immer schlechter. Angesichts der misslichen Bedingungen beschlossen wir, unsere Sachen zu packen und die Heimreise anzutreten. Auf der Autobahn legten wir noch einen kurzen Stopp ein, um die Toilette aufzusuchen. Dabei wurden wir Zeugen eines bizarren Schauspiels: Vor uns posierte eine Gruppe seltsamer Gestalten für Fotos mit ihrer G-Klasse und einer Louis Vuitton-Tasche – mitten im Regen. Die Absurdität der Situation sorgte für grosse Erheiterung in unserem Bus, insbesondere als sie ein leeres Kofferraumbild schossen, das ihnen wohl als Statussymbol diente. Dieses Spektakel bescherte uns einen unerwarteten Höhepunkt zum Abschluss unserer Reise.
Schliesslich erreichten wir wohlbehalten Beinwil am See und können auf ein äusserst gelungenes Ski-Weekend zurückblicken. Wir danken allen, insbesondere Noam, für die hervorragende Organisation und freuen uns bereits auf das nächste Abenteuer.